Die Macht der Mikroben

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00:00:04: Wir stehen vor einem kühlschrankähnlichen Gerät, drinnen rotiert eine Metallplatte und darauf stehen so komische Röhrchen.

00:00:12: Martin was sehen wir denn da?

00:00:14: Das sind Bakterienkulturen die geschüttelt werden damit die Bakterie in der Suspension bleiben und dadurch Sauerstoff bekommen und schneller wachsen.

00:00:22: Mit den Schwindeln liegt er durch?

00:00:25: Das

00:00:25: können wir nicht sagen.

00:00:26: ich habe noch nie mit ihnen gesprochen.

00:00:31: Das Gerät ist natürlich kein Kühlschrank, sondern ein sogenannter Schüttelinkubator in einem Labor am Biologiezentrum der Uni Wien im dritten Bezirk.

00:00:40: Und Martin Bolz ist Professor am Zentrum für Mikrobiologie und Umweltsystemwissenschaft.

00:00:45: Auch ohne mit den Bakterien zu sprechen hat er schon enorm viel über die Mikroorganismen herausgefunden.

00:00:52: Er erforscht, wie sich mikrobielle Gemeinschaften organisieren, verändern und an neue Umweltbedingungen anpassen.

00:00:58: Von Bakterien im Meer bis zum Mikrobiom in menschlichen Damen.

00:01:02: Im Zentrum seiner Arbeit steht die Frage Wie gehen Wiren- und Umweltbedingung die Evolution dieser unsichtbaren Welt anträben?

00:01:10: Klar ist Ohne Mikroorganismen würde auf unserem Planeten kaum etwas funktionieren.

00:01:16: Die Erde isst eigentlich mehr oder weniger ein mikrobielles System, weil die ganze Biochemie, die an der Erde passiert eigentlich von den Mikroben ausgeführt wird.

00:01:24: Und wir müssen das einfach auch besser verstehen und damit wir besser verstehen können wie Umweltprozesse ablaufen, wie sie gestört werden zum Teil, wie wir sie auch verbessern

00:01:34: können.".

00:01:36: Der Biologe hat viele Jahre in den USA geforscht bevor er im Jahr zwanzig-zwanziger in die Uni Wien zurückkehrte.

00:01:42: In seinem Büro am Biozentrum erzählt er, warum Spitzenforschung in den Vereinigten Staaten oft schwieriger ist als man denkt.

00:01:49: Vor allem aber sprechen wir über seine aktuelle Forschung – über Mikroorganismen die unseren Körper besiedeln, über Bakterienpopulationen die Krankheiten und sogar das Alter anzeigen können wie sie sich neue Lebensräume anpassen, sich weltweit erstaunlich rasch ausbreiten und warum ihre Evolution oft viel schneller abläuft als bisher angenommen.

00:02:09: Und wir lernen auch die Person hinter dem Forscher kennen, etwa warum als junger Umweltaktivist einmal in der Tschechoslowakei verhaftet wurde.

00:02:18: Mein Name ist Mario Wasserfalla und das alles und mehr hört ihr in der neuesten Folge von an der Quelle!

00:02:46: Lieber Martin, danke dass du uns heute hier empfangen hast in deinem Büro im Biozentrum der Uni Wien.

00:02:52: Wir sprechen heute über etwas, was man mit freiem Auge überhaupt nicht sehen kann.

00:02:57: Kannst du mal kurz erzählen, was eigentlich zu diesen Mikroorganismen alles dazugehört?

00:03:01: Ja, guten Tag!

00:03:03: Freut mich sehr, dass ich die Gelegenheit habe, etwas zu erzählen.

00:03:07: Mikro-Organismen sind eigentlich alle Organismen auf der Erde, die zu klein sind um sie mit freien Augen zu sehen wie du ja schon gesagt hast.

00:03:14: und da zählen dazu die Bakterien, Organismens, die wir Achäen nennen.

00:03:20: Dann gibt es Einzellige, wir nennen die Eukarionten.

00:03:23: Das sind die Zellen eher verwandt mit unseren Zellen zum Beispiel und dann natürlich unzählige Viren, die herumspimmen und fliegen in der ganzen Umwelt und auch einige Pilze gehören dazu.

00:03:36: Und um eine Vorstellung zu bekommen wie viele Arten sind denn vielleicht bekannt von diesem Mikroorganisme?

00:03:42: Wie viel gibt's denn und wo kommen sie denn überall vor?

00:03:45: Ja, also man kann eigentlich sagen das ist die größte Diversität der Organismen auf der Erde bei den Mikroorganismen liegt.

00:03:53: Wir haben eigentlich überhaupt keine Ahnung wie viele Arten es wirklich gibt.

00:03:58: Das liegt einerseits daran dass wir noch überhaupt nicht genügend erforscht haben Wie die Diversitet aussieht.

00:04:06: Es liegt aber auch daran Dass wir keine gute Idee haben.

00:04:09: ob wird ein Art Begriff wirklich denn der bei dem Pflanzen und Tieren entwickelt wurde auf die Mikroorganismen so eins zu eins anwenden können.

00:04:17: Man kann sich das ungefähr so vorstellen, ich sage immer gerne wenn sie schwimmen gehen und sie nehmen ein Schluck Wasser aus Versehen dann trinken Sie Millionen von Bakterien!

00:04:29: Sie werden aber nicht krank meistens jedenfalls nicht.

00:04:32: und es ist weil diese Bakterie unglaublich viele Rollen spielen im Nährstoffkreislauf der Erde auch natürlich fürs Klima und so weiter.

00:04:41: Und diese funktionelle Diversität spiegelt sich dann auch in der Artendiversität wieder, weil die Organismen sozusagen ihre Rollen aufteilen in der Umwelt.

00:04:52: Aber es gibt Schätzungen, die glaubhaft sind dass es Millionen vielleicht sogar Milliarden von Arten von Bakterien alleine auf der Welt gibt.

00:05:03: menschlichen Körper.

00:05:04: Da gibt es ja auch so Zahlen, Spiele, wonach die Zahl der Mikroorganismen arm und im Körper... ...die Zahl der Zählen um ein Vielfaches übersteigt, die wir in meinem Körper haben.

00:05:16: Und wenn man das alles zusammenrechnet dann kommt man so auf einen halben Kilo bis einen Kilo Mikro-Organismen.

00:05:22: Kommt das circa hin?

00:05:23: Auch wenn's nur Schätzung ist!

00:05:24: Das kommt circa hin.

00:05:27: Die Schätzungen sind sehr grob, muss man sagen.

00:05:29: Wir arbeiten eigentlich auch gerade daran diese Schätzung genauer zu machen mit einem Kollegen hier im Institut.

00:05:36: aber es ist schon richtig.

00:05:37: also wir sind eigentlich ein gehendes Ökosystem für Bakterien.

00:05:47: Allein in Darm haben wir Milliarden von Bakteriern und zumindest einige hundert verschiedene Arten.

00:05:53: Wie pflanzen sich denn Bakterien fortbeziehungsweise, wie vermehren sie sich denn und wie schnell?

00:05:59: Weil das ist ja auch eine der Fragen die du bearbeitest.

00:06:03: Ja, das ist einer der großen Fragen, wie schnell Bakterie eigentlich wirklich wachsen in der Umwelt.

00:06:09: Wenn man ins Labor geht und seine Nährstofflösung hat und die animpft mit Baktern können Sie sich ungefähr alle zwanzig Minuten teilen bestimmte Arten, sodass manche wachsen viel länger.

00:06:21: Langsamer Entschuldigung!

00:06:23: Aber im Körper zum Beispiel hat man keine gute Idee.

00:06:26: Also, man weiß zumindest im menschlichen Körper dass sie sich zumindest einmal pro Tag teilen müssen weil ja der Durchsatz ungefähr so funktioniert.

00:06:34: also um die Populationen konstant zu halten müssen sie sich ein bis mehrmals pro tag teilen zumindest Und das Wachstum ist sozusagen, sie teilen sich in zwei identische Zellen und die Energie dafür nehmen Sie auf durch die Umwelt praktisch.

00:06:49: Für Bakterien ist eigentlich vieles was für uns keine Nahrung ist, ist Nahrungen für die.

00:06:54: Die können die Chemikalien aufnehmen oder auch außerhalb ihres kleinen Körpers zersetzen Und dann die kleineren Moleküle aufnehmen und dadurch Energie gewinnen, umzuwachsen.

00:07:04: Aber

00:07:04: sie teilen sich ja nicht unbegrenzt?

00:07:07: Weil wenn Sie das würden, hätten wir wirklich ein Problem oder...

00:07:10: Das ist richtig!

00:07:11: Ich meine es geht auch gar nicht.

00:07:13: Man kann nicht un- begrenzt wachsen weil man alle Nährstoffe binden würde.

00:07:18: Das heißt, jeder Organismus auf der Erde braucht Stickstoff und Phosphor und einige andere Moleküle.

00:07:23: Also nicht nur Kohlenstoffverbindungen die die Energie liefern sondern eben auch Stickstoff & Phosphors um Nukleinsäuren zu bauen also DNA aber auch Proteine usw.

00:07:36: Und wenn Organismen nur wachsen würden, würden sie ja die ganzen Nährstoffe binden und nichts mehr würde passieren.

00:07:42: Und das ist eben die große Aufgabe überall in allen Ökosystemen der Räuber Das heißt, in den Markerorganismen und den großen Organismen sind es eben die Pflanzen fressenden und Fleischfressenden Tiere.

00:07:56: Die Insekten...

00:07:57: Und

00:07:58: die wirklichen Zersetzer sind natürlich auch Bakterien, die Biomasse dann von größeren Organismens wieder zersetzen.

00:08:06: Und die Bakterie werden wieder angefallen von anderen Organisminnen, die sie fressen oder zerstören zumindest.

00:08:11: Und einige der wichtigsten dieser Organismen sind Viren, die Bakterien haben ganz spezifische Vieren, die nur sie befallen.

00:08:18: Das sind also jetzt keine Viren vor denen wir Angst haben müssen.

00:08:21: aber auch weitere Räuber sind Protozon nennt man die.

00:08:25: das sind einzellige Zellen.

00:08:28: die können wirklich die Baktern in ihren eigenen Körper aufnehmen und dann zersetzen.

00:08:34: Also das ist auch ein Fressprozess!

00:08:36: Und es ist eine unglaublich faszinierende Welt, die sich da im kleinsten abspielt.

00:08:40: Da sind ja Dramen auf winzigstem Raum.

00:08:44: Werder sich mit wem auch fortpflanzt und vermischt und die evolutionären Prozesse dahinter – und da sind wir eigentlich schon per Kern Frage deiner Forschung und das Stichwort ist populationsgenomik, also wie diese Vielfalt in den natürlichen Umgebungen auch organisiert ist.

00:09:02: Wie kann man sich denn das vorstellen?

00:09:04: Ja wir versuchen natürlich immer Namen zu geben für eine Forschung aber du hast es sehr gut gesagt Wir versuchen zu verstehen wie im Erbgut sich die Prozesse, die Bakterien einerseits katalysieren in der Umwelt, aber auch wie sie sich gegen Viren verteidigen oder andere Organismen interagieren und wie schnell das vor sich geht.

00:09:33: Wie schnell Sie sich an veränderte Bedingungen zum Beispiel anpassen können.

00:09:37: Das ist so ungefähr im Kern was wir unter Populationsgenome verstehen.

00:09:42: Und das enthält natürlich sehr viel Dynamik weil da gibt es, ich habe zuerst gesagt die Bakterien teilen sich in identische Zellen.

00:09:50: Das heißt aber nicht, dass sie identisch bleiben.

00:09:52: Weil es gibt natürlich Mutationen die das Erdgut verändern und manchmal sind solche Mutation Bedingungen dann eine Verbesserung für den Organismus.

00:10:01: Meistens sind sie schädlich Aber wenn eine Verbesserung entsteht Dann kann sich der Organismus vielleicht besser fortpflanzen schneller vorpflanzen Und gewinnt dann gegen seine Konkurrenten sozusagen.

00:10:13: und ein weiter Aspekt ist das Bakterien sehr viel Nuclein sollen oder Erbgut von anderen Organismen aus der Umwelt aufnehmen können.

00:10:22: Oder durch verschiedene, man nennt das mobile genetische Elemente aufnehmen und das dann in ihr Erb-Gut einbauen können.

00:10:30: Das heißt im Prinzip kann jedes Bakterium von jedem anderen Bakterum in die Welt einen Gen aufnehmen sozusagen in ihr eigenes Erb gut einbaut.

00:10:41: Und dadurch können sie sehr viel... sozusagen zurückgreifen auf bereits probte Lösungen von anderen Organismen.

00:10:50: Also was ich damit meine ist, die Evolution und der evolutionäre Prozess hat eine Anpassung in einem Organismus geschaffen und diese Anpassion kann nun als Paket, also als Gehen in einen anderen Organismus überspringen und dort aufgenommen werden.

00:11:05: Der kann sich jetzt auch anpassen.

00:11:07: das heißt es geht schneller als wenn man nur auf diese einzelnen Mutationen warten müsste, weil die so wirklich Portationen, die dem Organismus helfen sind sehr selten.

00:11:19: Währenddessen wir im gleichen Gehen aufnehmen und nehmen das schon erprobt ist und optimiert ist dann kann man sich schneller anpassen und das machen eben die Bakterien sehr schnell und gut.

00:11:36: Und da sind wir auch mitten drinnen schon in etwas wo ihr eigentlich selbst draufgekommen seid oder euer Labor drauf gekommen seid – die Mechanismen dahinter, die das ein wenig genauer erklärt haben zum ersten

00:11:48: Mal

00:11:49: und wir habe das genannte Reverseökologie.

00:11:52: Wie funktioniert denn das?

00:11:54: Die Idee ist eigentlich recht einfach in der Praxis, es ist ein bisschen schwieriger.

00:11:58: die Idee ist einfach dass die Anpassungen sind ins Erbgut der Organismen hineingeschrieben.

00:12:05: man muss eigentlich nur nur eben unter Anführungszeichen oder das ist der schwierige Teil lernen das zu lesen und dann kann man vorher sagen praktisch welche Organismen ökologisch differenziert sind voneinander und welche Gruppen von Organism.

00:12:22: Ein Beispiel dafür ist, wir haben das vor kurzem an das menschliche Mikrobiom also die Darmbakterien angewandt Und da haben wir gesehen dass es, wir nennen das Populationen gibt.

00:12:34: Also das sind ganz nahverwandte Organism.

00:12:38: in Tieren zum Beispiel spricht man von einer Population Wenn innerhalb einer Art sind das Organismen die Zusammenleben in einem Habitat.

00:12:48: Und da gibt es eben diese Bakterienpopulation, die sich sehr spezifisch an bestimmte menschliche Phänotypen angepasst haben und dadurch vermehrt vorkommen zum Beispiel im Körper wenn man Diabetiker ist oder Krebs hat oder verschiedene Warbus Kron hat, zum Beispiel.

00:13:10: Aber auch wenn man Alt hat,

00:13:11: z.B.,

00:13:12: hat man bestimmte Populationen die dann andere Populatione ersetzen sozusagen.

00:13:17: und das Interessante daran ist dass sich die eben auch sehr schnell entwickeln und über den ganzen Globus innerhalb von zehn bis hundert Jahren verbreiten können.

00:13:27: Das heißt es ist egal wie man nach China geht oder nach Amerika oder hier in Österreich.

00:13:32: Die Leute mit diesen bestimmten Merkmalen haben eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie diese Bakterienpopulationen in sich haben.

00:13:39: Und wie kann das sein?

00:13:40: Dass die sich so schnell auch weltweit verbreiten?

00:13:43: Welche Übertragungswege gibt es denn da?

00:13:45: Na ja wir sind schmutzig!

00:13:47: Auch wenn man versucht immer sauber zu sein... Aber man muss nur daran denken was ich von Mutterkind schon mal abspielt bei der Geburt.

00:13:55: Das Kind wird ja praktisch von der Mutter zuerst einmal besiedelt Weil die Geburt, wie viele wissen, sehr schmutzig ist.

00:14:04: Aber dann sind ja die Kinder auch im Kindergarten und da wird viel Mikrobiom sozusagen miteinander geteilt.

00:14:11: Und das geht natürlich dann so weiter über das Leben hinweg weil es gibt... Natürlich wir essen viel dass nicht gekocht ist und wir trinken Wasser und immer wieder.

00:14:22: das reicht dann wenn kleine Spuren von diesen Bakterien da drinnen sind Und die können sich dann schnell im Körper

00:14:29: ausbreiten.

00:14:29: Aber vielleicht muss man auch dazu sagen, das Wort schmutzig ist jetzt negativ besetzt.

00:14:33: aber es ist auch wichtig um das Immunsystem aufzubauen und zu stärken und zu trainieren.

00:14:37: Danke,

00:14:38: dass du das sagst weil Schmutz für uns nicht etwas Negatives ist.

00:14:43: Das ist ganz wichtig, dass unser Mikrobiom eigentlich gesund bleibt und dass unsere Immun-Systeme sich gut entwickelt.

00:14:50: Was aber zentral ist bei dem wo ihr draufgekommen seid?

00:14:53: Ist der Artbegriff... dann für diese Mikroorganismen zu kurz greift, sondern dass es bestimmte Gruppen gibt die sich immer wieder überschneiden oder?

00:15:03: Ja das habe ich ja anfangs schon erwähnt.

00:15:05: Dass man den Artbegriff nicht so eins-zu-eins von Tieren und Pflanzen auf Bakterien ummünzen kann und das ist eine der großen Fragen wie man eigentlich Arten definieren soll und was also in der Mikrobiologie sich etabliert hat ist, dass man einfach man nennt das einen operativen Begriff hat der etwas begrenzt basierend auf genetische Ähnlichkeit.

00:15:26: Aber so funktioniert die Natur halt nicht und wir versuchen eben zu verstehen, wie weit es wirklich Artbegriffe gibt im Bakterien und wie man die dann besser definieren kann.

00:15:35: weil das ist jetzt nicht eine reine akademische Spielerei sondern ich glaube das Beispiel dass ich gebracht habe, hat er auch gezeigt wie wichtig es ist zu verstehen, wie das Mikrobiom strukturiert ist.

00:15:48: Wenn man dann zum Beispiel die Populationen als Boten nehmen kann für Verhältnisse im Körper.

00:15:54: Also wenn man zum Beispiel noch nicht weiß ob man Krebs hat aber schon diese Mikrobiompopulationen hat, die zeigen können, dass da eine Gefahr ist, dass man KreBS hat... ist man dann schneller beim Arzt?

00:16:05: oder für verschiedene andere Sachen natürlich auch.

00:16:08: Worauf ich noch hinaus wollte war der Begriff der selektiven Sweeps, das ist jetzt ein bisschen schwer zu übersetzen, dass sich da in der Evolution der Mikroorganismen abspielt und das ist ja ganz wichtig um das zu erklären was du gerade gesagt hast, oder?

00:16:22: Ja, ich habe das zuerst bewusst ausgelassen, weil es eben ein bisschen schwieriger

00:16:26: zu erklären ist.

00:16:27: Mit den Hörzen unter

00:16:27: uns bringen wir das noch hinein!

00:16:28: Aber ich versuch's mal... also ich hab schon angedeutet vorstellen, naheverwandte Organismen brauchen die gleichen Ressourcen.

00:16:38: Mehr oder weniger?

00:16:39: Also da gibt es natürlich Unterschiede und individuelle Unterschiede.

00:16:42: aber man braucht ähnlichere Ressoursen innerhalb einer Art oder innerhalb einer Population als eine andere Population oder Art.

00:16:52: das heißt man ist eigentlich sein ärgster Konkurrent.

00:16:55: und wenn jetzt ein der Organism einen Individuum eigentlich eine Anpassung erfährt um diese Ressursen besser zu nutzen Dann kann schneller wachsen und kann die anderen Individuen innerhalb dieser Gruppe verdrängen, über Zeiträume hinweg.

00:17:10: Und dann diversifiziert sich dieser Organismus wieder durch Mutationen und Geinfluss

00:17:15: usw.,

00:17:17: wenn man jetzt auf einem Stamm bauen schaut... Also eine Philogenie nennen wir das auch, dann schaut es wie ein Besen aus.

00:17:25: Da gibt's einen langen Stil und oben sitzen die Organismen, die nahverwandt sind miteinander im Stammbaum verbunden sind.

00:17:34: Und der lange Stil entsteht eben durch die Verdrängung aller Nahverwandten zu Beginn des Prozesses.

00:17:40: Das nehmen wir an einen Selective Sweep.

00:17:52: Das Wichtige ist ja eigentlich wenn man es weiter denkt, der konkrete Nutzen Für den Menschen, für die Diagnostik.

00:18:00: Was ist denn jetzt wirklich der Fortschritt dabei?

00:18:03: Was könnte denn in Zukunft das bringen für Biomarkanddiagnostika?

00:18:07: Der erste Schritt ist mal zu verstehen was diese Selective Sweeps, also diese Populationen wirklich voneinander unterscheidet welche Gene sie haben, die andere nicht haben und wie das funktionell sich auf den Menschen auswirken kann.

00:18:21: Ist jetzt die veränderte Bedingung im Menschen nur praktisch ein anderes... Ökosystem für die Bakterien, an das sie sich anpassen oder sind sie auch wirklich beteiligt an der Entstehung der Krankheit?

00:18:31: Das ist eine der Fragen.

00:18:33: Die weitere Frage ist sehr praktisch kann man sie verwenden wie ich vorher schon erwähnt habe um Krankheiten einfach zu erkennen und vorherzusagen?

00:18:42: weil diese sagen wir die Mikrobiomdiagnostik ist eigentlich relativ einfach und auch unter Umständen billiger als viele andere Diagnostiken.

00:18:51: Das denkbar wäre es in Zukunft, das auch im Rahmen der gesunden Untersuchung einzubauen und dann erfährt man noch viel mehr als bis jetzt quasi möglich ist wo ein Risiko besteht.

00:19:03: Und wo man vielleicht auch vorbeigenteingreifen könnte.

00:19:06: Genau richtig.

00:19:06: also man kann sagen Frau Doktor wie ist mein Mikrobiom?

00:19:11: Was würdest du schätzen?

00:19:12: es natürlich schwierig zu sagen wie weit wir davon entfernt sind dass das wirklich auch in den Alltag oder in die Medizin kommt.

00:19:19: Ja, ich meine das ist schwer vorher zu sagen.

00:19:21: Es braucht natürlich größere ... Man nennt es Kohorten, wo man sich viele Menschen ansieht die eine bestimmte Krankheit haben und dann zu sehen wie genau die Vorhersage wirklich ist.

00:19:33: Das ist der springende Punkt.

00:19:35: Man spricht ja immer von individueller Medizin Und eines der großen Probleme ist oft dass man statistische Assoziation hat aber deswegen die Vorheirsagelkraft für ein Individuum Für einen individuellen Patienten nicht gut genug ist.

00:19:50: Man spricht ja auch von einer Population, die eine gewisse Krankheit hat und viele oder die Mehrzahl hat eben bestimmte Bakterien damit assoziiert.

00:20:01: aber wenn du jetzt zum Arzt gehst kann ich dir nicht garantieren dass du diese Population hast.

00:20:06: also das wird zu klären sein wie genau das wirklich ist und ob das wirklich tauglich ist.

00:20:13: dann

00:20:14: Aber grundsätzlich klingt das schon einmal sehr vielversprechend, dass man wirklich viel mehr Wissen auch noch mitnehmen kann.

00:20:20: Vielleicht haben wir am Anfang nicht darüber gesprochen aber das Mikrobiom ist ja für erstaunlich vieles im menschlichen Organismus zuständig.

00:20:27: wenn wir jetzt nur von der Darmflora sprechen vom Immunsystem bis zum Verhalten

00:20:31: oder?

00:20:32: Ja das stimmt ich meine ich sage euch immer gerne die Bakterien hat es auf der Welt gegeben bis noch überhaupt keine Tiere und Pflanzen gegeben hat.

00:20:43: das heißt Die Tiere im Pflanzen haben sich in einer mikrobiellen Suppe entwickelt.

00:20:48: Das heißt, unsere Entwicklung ist nicht zu trennen von Mikroorganismen.

00:20:53: Jeder größere Organismus besiedelt und war von Anfang an besiedelnd.

00:20:59: Und jetzt ist es so, dass dadurch die Entwicklung des Menschen – also ich meine jetzt nicht mehr die evolutionäre Entwicklung sondern vom Kindheit bis zum Erwachsenen basiert eben in dieser mikrobilen Suppe und unser Körper ist halt angepasst mit diesen Organismen zu leben.

00:21:17: Das heißt im Tierversuch wurde gezeigt, dass wenn man Tiere ohne Mikrobiom aufwachsen lässt entwickelt sich das Immunsystem nicht korrekt.

00:21:24: sogar die Durchblutung des Darmes entwickelt sich nicht wirklich gut.

00:21:28: Man weiß immer mehr, dass die Mikroorganismen Substanzen produzieren die uns einerseits füttern, die uns Vitamine geben.

00:21:37: Aber auch unser Verhalten beeinflussen können und das ist eine der großen Richtungen.

00:21:43: Das ist nicht mein Fachgebiet aber hier im Zentrum zum Beispiel erforschen das auch Leute und es ist extrem spannend.

00:21:49: Es gibt auch das Beispiel nicht dass Leute, die ein Mikrobiom haben, das extrem viel Alkohol produziert Und sie sind einfach immer betrunken Und das wusste man bis vor kurzem auch nicht wirklich, aber jetzt kann man es diagnostizieren.

00:22:05: Man kann schon das Mikrobiom austauschen.

00:22:08: Das geht zu einem gewissen Grad.

00:22:10: Es gibt auch gewisse Krankheiten wo man das Mikobiom austaust und sich die Hundert der Patienten extrem schnell verbessern.

00:22:26: Du hast aber vorher einen super Stichwort gesagt, nämlich die Suppe.

00:22:30: Und da möchte ich ein bisschen darüber sprechen was die Grundlagen für eure Forschung sind und die gehen dir besser recht weit zurück.

00:22:35: du warst sehr lange in den USA als Forscher tätig an der Ostküste am MIT und in Harvard.

00:22:42: warst du?

00:22:43: Und dort habt ihr ja Proben gesammelt oder eine Kollegin von dir, die ihr noch heute nutzen können.

00:22:49: Das stimmt, ja.

00:22:50: also ich bin eigentlich so logisch von der Ausbildung her und bin in die USA gegangen um dort zu studieren, um das Doktorat zu machen und habe dort tiefseesymbiosen bei diesen Hydrothermal Vents, diese heißen Tiefsekwellen bearbeitet, das war sehr spannend.

00:23:05: Diese Symbiose ist eben zwischen Tieren und Bakterien und bin so auf die Bakterie gekommen.

00:23:10: Und meine große Liebe ist nach wie vor das Meer und das Meer ist ein wirklich Mikrobial ex Ökosystem wie kein anderes auf der Welt wo neunzig Prozent der Biomasse Bakterien und Mikroorganismen sind.

00:23:24: Und wie die zusammenspielen, ist unglaublich wichtig für die Funktion des Meeres – also alle Nahrungsketten basieren im Prinzip auf Mikro-Organismen.

00:23:34: Wir studieren eben ein bakteriores Modellsystem aus dem Meer, wo wir auch wieder auf Populationen schauen und wie sie miteinander interagieren, wie die Dynamik ist über Zeit hinweg Und ein wichtiges Gebiet ist eben, wie Sie von Viren befallen werden und wie sie sich verteidigen gehen.

00:23:53: Und aus dem Angesprochen eine Studentin von mir damals die hat eine Zeitserie gemacht wo sie wirklich drei Monate lang jeden Tag Proben gesammelt hat.

00:24:03: Sie war also wirklich in der Früh bis weit nach Mitternacht drei Monate lang jeden Tag beschäftigt und wir haben alle mitgeholfen.

00:24:11: Aber das ist so ein Datensatz, den es nirgendwo anders

00:24:14: gibt.".

00:24:15: Und das war mehr oder weniger die gleiche Stelle irgendwo vor Boston?

00:24:18: Genau, vor Boston ja!

00:24:19: Wir arbeiten daran eigentlich mittlerweile seit mindestens fünfzehn, siebzehn Jahren einfach an dieser Zeitserie.

00:24:25: Das hat so viel gebracht, weil ein unglaubliches natürlich ... Vorstellen kannst jeden Tag.

00:24:34: Ich habe immer gesagt, geht doch ein zwei Tage nicht!

00:24:37: Das ist egal wenn da einen zwei Tage fehlen.

00:24:39: und sie hat immer gesagt nein... Wenn ich jetzt aufhör, wenn ich eine Pause mache fange ich nie wieder an.

00:24:44: Ja aber umso verlässlicher und bedeutsamer ist dann dieses Material das er da gefangen haben.

00:24:48: und ich finde auch was dann passiert ist von der Beschreibung her schon so interessant weil ihr habt ja mehr oder weniger wenn es sehr überspitzt sage einfach vieren Bakterien aufeinander gehetzt und einmal zugeschaut, was passiert?

00:25:02: Welche Bakterie von welchen Viren gefressen werden.

00:25:06: Und

00:25:06: was

00:25:07: sind denn da die wichtigsten Erkenntnisse?

00:25:09: der gewonnen

00:25:09: hat?

00:25:11: Ja das waren ganz viele!

00:25:13: Sie hat also wirklich so genau gemacht dass sie zum Beispiel einen Virus gefunden hat wo man gewusst hat von elektronen mikroskopischen Aufnahmen dass er existieren muss Und der sieht ganz anders aus wie die gängigen Labormodelle.

00:25:29: Also man wusste, dass achtzig bis neunzig Prozent der Viren im Meer so aussehen aber man hatte nichts in Kultur und sie hat also einen Vertreter dieser Viren gefunden.

00:25:40: das war natürlich auch schon mal.

00:25:41: das schon allein war sensationell und dann haben wir auch gesehen warum er bis jetzt nicht gefunden wurde.

00:25:46: weil da die Methodik die angewandt wird um Viren zu studieren hat den einfach ausgelassen.

00:25:53: Und das kann man glaube ich wirklich anschaulich beschreiben, mein normaler Duschnittelvirus hat oben so ein Art Köpfchen und dann seinen Fortsatz mit dem er dann sein Erb gut in den Wirt einpflanzt und das fehlt bei diesem neuen Typus ja völlig.

00:26:08: Der schaut wirklich anders aus oder?

00:26:11: Man sagt oft diese Viren die Bakterien sehen aus wie der Lunar Lander also die Mondlande und der Stil fehlt bei diesen.

00:26:22: Der Kopf hat andere Proteinstrukturen usw.

00:26:27: Das war schon mal super, dann hat sich tausende Bakterienstämme isoliert und die verwendet, um Viren darauf zu isolieren.

00:26:36: Die Viren, die einen Bakterienstamm befallen konnten, haben sie gegen alle anderen Bakterie getestet, wie viele sie auch.

00:26:44: Das nennt man eine Cross-Infection Matrix Und das ist einfach ein unglaublich wichtiger Datensatz, weil kombiniert mit Genomequenzen kann man schon sehr viel lernen.

00:26:55: Wie eben die Populationen, die entweder befallen werden können von einem Virus oder die nicht befallen können strukturiert sind.

00:27:03: und da haben wir den eben auch Gene gefunden, die die Bakterien gegen bestimmte Viren verteidigen können.

00:27:09: Und das war sehr spannend und es war auch ziemlich zu Anfang, dass ein Feld richtig explodiert ist.

00:27:16: In den letzten zwanzig Jahren würde ich sagen man kannte früher nur zwei Gene oder Gentypen die Bakterien gegen Viren verteidigen und mittlerweile kennt man über hundertfünfzig oder sogar bis zu zweihundert.

00:27:29: Damit man sich das vorstellen kann.

00:27:31: also wahrscheinlich ist das ja eine der wichtigsten evolutionären Prozesse überhaupt nämlich sich wehren zu können.

00:27:39: Das nimmt ja wahrscheinlich eine der größten Teile ein, warum sich Organismen überhaupt verändern und diese Evolutionärprozesse...

00:27:45: Ja das ist ganz richtig!

00:27:46: Man muss natürlich auch bedenken dass es seit Jahrmillarden vor sich geht auf der Erde.

00:27:50: D. h., die Bakterien haben sehr schnell Viren gehabt in Schnell- unter Anführungszeichen nicht aber seit Milliarden von Jahren geht das vor sich und da hat sich natürlich enorme Diversität entwickelt weil die Vieren natürlich auch lernen also evolutionär lernen diese Verteidigungsmechanismen auszuschalten.

00:28:10: Wie schauen diese Mechanismen denn aus?

00:28:12: zum Beispiel?

00:28:13: Ja, das spielt sich alles auf molekularer Ebene ab.

00:28:15: also man kann sich das vorstellen.

00:28:17: du hast ja schon gesagt der Virus initiiert sein Erbgut in die Zelle hinein und dort versucht er dann möglichst schnell sich zu reproduzieren und praktisch den Wirt man nennt das also dem Wirtorganismus auszusschalten.

00:28:32: jetzt können Verteidigungsmechanismen so ansetzen, dass man das Erdgutes hereinkommt, erkennt und zerschneidet oder irgendwie verändert.

00:28:41: Aber wenn wir das ausschalten können dann gibt es oft eine zweite Linie von Verteidingung wo die Zelle tatsächlich Selbstmord begeht Und den Virus praktisch mit abtötet.

00:28:56: Das ist also ein altruistischen Prozess, wo das Individuum sich selbst umbringt aber die Population dann schützt weil keine neuen Viren produziert werden können von der infizierten Zelle.

00:29:09: Weil eine infizierte Zelle produziert also fünfzig neue Viren und so, die können neue Zellen dann befallen uns weiter.

00:29:17: Das ist eben auch ein Schutzmechanismus.

00:29:20: Zusammengefasst, deine Forschung insgesamt hat drei Standbeine.

00:29:25: hast du gemeint das Wachstum von Bakterien genauer anzuschauen?

00:29:29: welche Rolle auch Viren spielen in den marinen Ökosystemen haben wir auch schon angesprochen.

00:29:35: und die Populationsgenomik.

00:29:38: Und jetzt würde ich sagen summen wir uns aus der Mikrowelt etwas hinaus und in die Makrowel deines Lebens hinein.

00:29:58: Du stammst aus Oberösterreich, aus Linz.

00:30:01: Wie ist deine Kindheit so verlaufen?

00:30:03: Wie würdest du sagen, warst du in der Schule der Rabauke, der Nörd, der Sportler und der Klassenklauen?

00:30:13: Also ich war schlecht in der

00:30:17: Schule.

00:30:20: Es war immer ein Auf- und Ab.

00:30:21: Ich habe die Schule nicht gerade geliebt.

00:30:23: Das muss ich ganz ehrlich sagen!

00:30:25: Deswegen habe ich auch bei meinen Kindern sehr viel Verständnis, wenn sie ihn auf und absehen.

00:30:32: Das war nicht so, dass ich mich für nichts interessiert habe.

00:30:34: Ich hab mich immer für viele Sachen interessiert.

00:30:37: Es war halt nicht so sehr in der Schule.

00:30:39: Und wie ich also aufgewachsen bin, war gerade die saure Regenzeit.

00:30:45: Und das hat mich extrem berührt, weil ich auch zum Teil im Müllviertel aufgewachsend bin... Und auch im Sommer immer auf einem Bauernhof gearbeitet habe und so weiter.

00:30:57: Da hab ich mich dann relativ früh bei Greenpeace engagiert in der Schule, da haben wir so Standeln gemacht in der Fußgängerzone in Linz und Leute informiert.

00:31:08: Wie ich dann studiert habe, hab ich dann ein bisschen weitergearbeitet.

00:31:10: Dann haben wir sogar Aktionen mitgemacht bei so Greenpeace-Aktionen.

00:31:14: Da war ich mal im Gefängnis in der Czechoslovakie.

00:31:19: weil wir einen Transparenz aufgehängt haben gegen Atomkraft.

00:31:23: Oh, und wie ist das Ganze ausgegangen?

00:31:26: Ja eh gut!

00:31:28: Sie waren eigentlich hauptsächlich daran interessiert ob wir Kontakt hatten.

00:31:33: Das war noch die Kommunisten muss man sagen ja.

00:31:36: Das waren auch in den Achtziger Jahren?

00:31:37: Ja

00:31:38: das war ein Jahr vor dem Mauerfall also... Und dann, wie Sie gemerkt haben wir waren eigentlich autonom unterwegs und sie uns irgendwann einmal an die Grenze zu Österreich gebracht hat.

00:31:52: Wir können gehen.

00:31:54: Also Biologie mit Aktionismus verbunden das war quasi der Ursprung?

00:31:59: Das war der Einstieg.

00:32:01: Ist auch irgendwas anderes in Frage gekommen?

00:32:03: oder war es wirklich, kann man sagen okay, Biologie ist schon richtig?

00:32:07: Ich

00:32:07: habe mich immer sehr viel Architektur interessiert.

00:32:09: also das war eigentlich sozusagen mein Traum Studium, aber dann irgendwie habe ich mich nicht getraut und die Biologie war dann fast eine.

00:32:18: Ich habe mich am Tag, wo ich nach Wien gefahren bin um mich einzuschreiben und habe mich dann wirklich entschieden für die Biologie.

00:32:25: Ja, und nach dem Studium hier in Wien bist du dann relativ bald danach nach Boston gegangen?

00:32:32: Das ist richtig!

00:32:34: Vorher schon habe ich eine Mastersarbeit gemacht Und die habe ich aber eigentlich auch schon in Kalifornien gemacht.

00:32:42: Also weil ich was machen wollte, dass es im Wien eigentlich nicht wirklich möglich war und da gab's einen jungen Assistenten damals der gerade aus Kalifornia zurückgekommen war und er hat mir das vermittelt und das war dann wirklich super!

00:32:55: Da hab' ich dann auch einen Kurs gemacht an der Ausküste ein Sommerkurs und da waren viele Professoren und die haben mich dann eingeladen herum zu fliegen praktisch und die haben das alle bezahlt.

00:33:07: Und dann haben wir verschiedene Unis angeschaut, und dann habe ich mich dann an den Näher liegendste eigentlich entschieden.

00:33:12: Das war eben dann Harvard.

00:33:13: Die haben mich dann aufgenommen für ein PhD.

00:33:16: Und so bin ich dann in Boston gelandet also eigentlich Cambridge und bin dann ja siebenundzwanzig Jahre dort geblieben.

00:33:24: Was würdest du sagen rückblickend auch über die Erfahrungen in den USA, was jetzt die Forschung betrifft?

00:33:30: Was das Umfeld betriffe und dann vielleicht auch den Grund warum du wieder zurückgekommen bist.

00:33:35: Ja ich meine es ist eine sehr große Frage welchen.

00:33:37: den USA gibt's unglaublich viele Unis und diese sind alle verschiedene Qualität kann man mal sagen.

00:33:43: also das ist nicht abwertend gemeint sondern die setzen wirklich den Level auf dem sie agieren wollen.

00:33:51: Und

00:33:51: was halt wirklich sehr hart ist in den USA, wenn man aber wird als Assistenzprofessor angeheuert.

00:33:58: Dann hat man sechs Jahre Zeit um die Kriterien zu erfüllen und das meine ich eben mit dem Level, den sie setzen.

00:34:05: Ich habe da eine Professur bekommen am MIT und da ist es natürlich schon sehr hart.

00:34:11: nach den sechs Jahren muss man in seiner Altersgruppe zu dem Weltbesten zählen.

00:34:15: Wenn das nicht der Fall ist dann hauen Sie einen raus!

00:34:17: Das ist natürlich schon stressig.

00:34:19: Auf deiner Seite hat man den Anspruch, Weltspitze zu sein und entsprechende Sichtbarkeit zu haben.

00:34:24: Aber man muss es auch dorthin schaffen kann

00:34:26: man sagen Das ist richtig.

00:34:28: Und ich glaube, es gibt auch ein anderes Missverständnis über die Uni.

00:34:32: Die machen nämlich überhaupt nichts für einen.

00:34:34: Die geben dir ein Labor und dann musst du eigentlich das ganze Geld einwerben.

00:34:38: Und die nehmen noch dazu im Fall des MITs.

00:34:41: Nehmen Sie siebenundsechzig Prozent sogenanntes Overhead.

00:34:45: D.h.,

00:34:45: jeden Dollar den ich eingeworben habe hat das MIT zusätzlich sixty-seven Cent verlangt.

00:34:51: Damit zahlen sie natürlich sehr viel.

00:34:53: aber sagen wir so Facilities usw.. Wenn ich ein Gerät gebraucht habe, hab' ich auch einen Grant schreiben müssen.

00:34:59: Also ein Forschungsantrag.

00:35:01: Das heißt man ist sehr auf sich selbst gestellt.

00:35:04: Wir wissen ja dass die USA ein Top-Wissenschaftsland war muss man fast sagen weil langsam wird das auch erodiert durch die Politik und das hat ihr auch ein bisschen mitgespielt für deine Rückkehr?

00:35:15: Ja

00:35:15: das stimmt!

00:35:16: Ich glaube nicht, dass es so katastrophale ist wie's aussieht... ...weil die Regierung sehr viele Sachen ankündigt die dann einfach nicht durchkommen.

00:35:25: also was Trump sagt und was wirklich passiert, sind zwei ganz verschiedene Sachen.

00:35:30: Aber es ist schon sehr destruktiv weil da natürlich auch so eine Unsicherheit entstanden ist und auch zum Teil Unis ausgesucht wurden z.B.

00:35:40: eben auch Harvard wo sie dann wirklich so ein Examples statuiert haben.

00:35:44: also wirklich und denen die Gelder massiv abgetreten haben Im Gericht wird es dann meistens ja wieder aufgehoben.

00:35:51: Also die Gerichte heben das meistens wieder auf, weil das ja alles illegal ist was sie eigentlich machen.

00:35:56: Aber natürlich wenn man Forschung macht und Leute zahlen muss Wir zahlen ja unsere PhD-Studenten Und auch unsere Postdocs aus Forschungsgeldern Wenn ein paar Monate kein Geld da ist Dann müssen die ja weg Die müssen sich in anderen Job suchen sozusagen.

00:36:13: Das ist eine Katastrophe für die Kontinuität.

00:36:18: Du dir auch nicht mehr antun, da bist du ja gegen Ende von Trumps erster Amtszeit zurückgekommen?

00:36:23: Wenn ich ganz ehrlich bin, das war meine Frau.

00:36:26: Die ist gleich nach der ersten Wahl, als sie gekommen hat am Morgen nach der Ersten Wahl gesagt, kannst du ihren Job woanders suchen und die ist wohl Amerikanerin aber die war so unglücklich über diese Wahlen dass sie wirklich weg wollte.

00:36:39: Dann am Nachmittag haben wir eigentlich schon Leute aus Deutschland angerufen und geschaut, ob ich interessiert bin zu kommen.

00:36:46: Und das haben wir uns dann auch angeschaut.

00:36:48: Und dann hat die Uni Wien angefangen – also durch einen Zufall habe ich den Michi Wagner hier vom Institut getroffen und wir haben gesprochen und er gemeint, warum kommst du nicht nach Wien?

00:37:01: Das hat uns da einfach alles gepasst.

00:37:06: In erster Linie aber für mich war immer Ausschlag geben, dass das Forschungsumfeld auch wirklich passt.

00:37:12: Und da hat Wien also wirklich in den letzten... eigentlich seit ich weg bin unglaublich aufgeholt.

00:37:18: Auch besonders in den Life Sciences ist ja sehr ausgebaut?

00:37:21: Ja genau wir also zumindest in unserem Zentrum hier.

00:37:23: wir agieren wirklich in der Weltspitze und die Qualität der Forschung die hier gemacht wird muss sich wirklich überhaupt nicht verstecken.

00:37:32: Bekannte und so fragen mich oft, wie kann man das machen auf die Uni Wien zurückzukommen?

00:37:37: Weil der Ruf der Uni Wienen wird der Qualität überhaupt nicht gerecht.

00:37:41: Das hat noch immer einen verschlafenen Ruf.

00:37:44: Und das stimmt nicht!

00:37:47: Das ist mir auch wirklich wichtig geworden, das immer zu betonen... wie gut hier die Forschung wirklich ist und auch die Ausbildung.

00:37:53: Also ich hatte eine Kollegin, ganz eine weltberühmte Kollegin aus Dias-Österreich stammt ja auch, die ist leider gestorben vor einigen Jahren am MIT.

00:38:01: Und sie sagte immer, die besten Studenten, die es im Labor hatte, kamen aus Österreich.

00:38:06: Man muss sich nicht verstehen!

00:38:13: Gibt's noch so Momente wo du wirklich beim Mikroskop sitzt und staunst richtig?

00:38:18: Was passiert da eigentlich?

00:38:18: oder wird das irgendwann zum Alltag?

00:38:20: Nein, das wird nie zum Alltag und es ist das Schöne an unserem Beruf.

00:38:23: Weil wir ja immer was Neues finden wollen und müssen.

00:38:27: Wenn man nichts Neues findet dann ist man nicht mehr konkurrenzfähig.

00:38:32: Und durch das Gespräch mit den Studenten und Post-Augs im Labor lebe ich, weil die sind ja wirklich die, die das machen Ich bin sozusagen der Berater, der sich versucht zu steuern ein bisschen auch Tolle daran ist, dass die machen diese Entwicklung durch.

00:38:52: Wo sie eigenständige Forscher werden und das ein bisschen mithelfen zu können ist natürlich wahnsinnig toll.

00:38:58: Aber

00:38:58: hast du selber so ein Beispiel oder einen Moment der dir besonders in Erinnerung geblieben ist wo du wirklich gesagt hast wow das hätte ich mir nie gedacht oder das haut mich jetzt wirklich um?

00:39:07: Ja ich meine viele eigentlich wenn ich ganz ehrlich bin.

00:39:10: also weil wir haben ja schon sehr tolle Sachen gefunden über die Jahre hinweg.

00:39:14: Also zum Beispiel die Geschichte, die ich da über das Mikrobioma erzählt habe.

00:39:17: Wie wir uns diese Stammbäume angeschaut haben zum ersten Mal und ich gesagt hab' Das sind Gin and Wild Selective Sweeps.

00:39:24: Und das muss... Da war dann natürlich viel Arbeit nötig um das zu zeigen.

00:39:29: oder auch das andere Beispiel mit diesen Viren wie wir die gefunden haben.

00:39:33: Ich meine es ist schon was wenn man Achtzig, neunzig Prozent der Viren plötzlich im Meer erklären kann.

00:39:38: Also das sind schon tolle Momente.

00:39:40: Andererseits muss man vielleicht auch sagen in der Wissenschaft ist er nicht alles nur der Erfolg, der am Ende steht sondern oft ein langer ihrer Weg dahin.

00:39:47: und auch Sackgassen vielleicht wissen was bei dir gewesen?

00:39:51: Ja also ich habe zum Beispiel wie ich meine Karriere begonnen hab bin ich gleich mal in eine Sack-Gasse gerannt und war dann überzeugt ich bekomme nicht Tenure am MIT und habe dann das Ruder doch noch herumreißen können.

00:40:02: Also, das passiert schon.

00:40:04: Sackgassen sind natürlich auch Teil des Prozesses weil wir versuchen ja was zu verstehen, was extrem komplex ist Und das Verstehen ist nicht... Wir finden jetzt nicht wirklich, ich sag es mal so, die Wahrheit sondern wir versuchen der Wahrheit nahe zu kommen.

00:40:22: Da kann man schon mal falsch liegen und die Wahrheit ist halt so etwas ganz Abstraktes.

00:40:27: Und wir versuchen, wie ich gesagt habe, dem näher zu kommen und das ist ein schrittweiser Prozess.

00:40:32: Der Prozess ist ja nicht in Isolation sondern passiert auch in der Kommunikation mit der weltweiten Forschungsgemeinschaft.

00:40:38: Das heißt Ich arbeite ja nicht an einem Problem alleine Sondern es gibt viele Gruppen, die an diesem Problem auch arbeiten oder zumindest ähnlichen Probleme und man ist in ständiger Kommunikion.

00:40:49: Manchmal macht eine andere Gruppe einen Schritt Und wir folgen dann und versuchen sie wieder zu überholen.

00:40:55: So kann man sich das vorstellen, oder?

00:40:57: Das ist auch meistens ein sehr freundlicher Prozess.

00:41:00: Wir tauschen aus... Ich sitze sehr oft am Computer.

00:41:03: Es hat sich geändert die Kommunikation übers Internet.

00:41:08: Wenn wir fertig sind, rede ich mit Leuten aus Princeton zum Beispiel über einen Forschungsvorhaben, dass wir versuchen machen.

00:41:15: Die haben eben andere Expertise als ich und versuchen zusammenzukommen und die zu kombinieren und dann eben besser das Problem lösen zu können.

00:41:23: Welche Eigenschaften würdest du sagen, machen heute einen wirklich guten Wissenschaftler oder Wissenschaftlerin aus?

00:41:28: Was muss man mitbringen

00:41:29: auch?

00:41:30: Ich sage immer Neugierde und Kreativität!

00:41:33: Für mich ist die Wissenschaft nicht unähnlich der Kunst also vom Typus her weil ich glaube gute Künstler sind auch extrem kreativ versuchen immer was Neues zu schaffen und haben aber auch die Ausdauer Das durchzuziehen.

00:41:48: Und das braucht man auch in der Wissenschaft.

00:41:50: Man lebt nicht von einer Idee, wenn man es nicht durchführen kann.

00:41:53: Ich habe da eine Tasse am Tisch stehen, das steht drauf, ideas are cheap.

00:41:58: Ideen sind billig und genau das gibt Leute.

00:42:01: die haben dann irgendwelche Ideen aber sie bringen's nie durch.

00:42:05: Diese Kombination von Kreativität und Ausdauer ist glaube ich das Wichtigste.

00:42:10: Wie beeinflusst denn jetzt dein akkumuliertes Wissen über Mikroorganismen?

00:42:14: Den eigenes Verhalten, den eigenes Leben?

00:42:17: Ja, das ist eine gute Frage.

00:42:18: Das habe ich mir eigentlich noch nicht wirklich in dem Sinn überlegt.

00:42:24: Ich weiß natürlich recht viel auch, wovor man Angst haben muss und wovoren nicht.

00:42:29: Also Mikroorganismen haben wir einen schlechten Ruf besonders Bakterien.

00:42:34: Ich bin eben eher einer der sagt est schmutz und hat keine Angst.

00:42:39: die meiste Infektion kommt von anderen Menschen also das ist von Tieren auch.

00:42:44: natürlich muss man auch aufpassen.

00:42:47: Aber erstens hast du genannt, also bis hin zu Ernährung.

00:42:50: Nimmst du jetzt besonders irgendwie Probiotika?

00:42:53: Das nehme ich eigentlich nicht weil die Probioticer ja... Ich meine das ist auch ein bisschen Glaubensfrage, weil es eben noch nicht meiner Meinung nach gut genug erforscht dass man da wirklich zielgerecht was machen kann.

00:43:07: Wenn man Antibiotiker nimmt dann ja nehmen sie Probiotaik aber für den Alltagsgebrauch glaube ich ist das einfach nicht gut genug erforscht.

00:43:16: Wie sollte sich das Verhalten der Menschheit gegenüber Mikroorganismen vielleicht noch verändern?

00:43:21: Wo gibt es Fehlentwicklungen oder wo müsste man vielleicht auch gegensteuern.

00:43:25: Ja, das ist eine gute Frage.

00:43:27: Ich glaube, Mikro-Organismen werden immer gewinnen.

00:43:31: Wir verwenden sie sehr viel.

00:43:35: Man denkt nur an die Abwasserreinigung – ein mikrobeller Prozess.

00:43:38: Da steckt unglaublich viel Biochemie drinnen die wir nutzen können für industrielle Prozesse, die vielleicht auch umweltschonender sind zum Teil.

00:43:48: Man muss einfach irgendwie die Angst ablegen, Mikroben zu erforschen und auch wirklich besser nutzen zu können.

00:43:53: Da liegt unglaubliches Potenzial.

00:43:56: Sonst

00:43:56: ... Ich habe ja angedeutet... Die Erde ist eigentlich mehr oder weniger ein mikrobielles System, weil die ganze Biochemie, die an der Erde passiert eigentlich von den Mikroben ausgeführt wird.

00:44:06: Und wir müssen das einfach auch besser verstehen und damit wir besser verstehen können wie Umweltprozesse ablaufen, wie sie gestört werden zum Teil, wie wir sie auch verbessern können gerade in der Landwirtschaft

00:44:18: z.B.,

00:44:18: ist das unglaublich wichtig aber auch auf Klima bezogen natürlich, weil viele der Prozesse, die das Klima beeinflussen eben mikrobeller Natur sind.

00:44:27: Ganz zum Schluss absetzt der Forschung jetzt.

00:44:30: Was ist denn deine unwissenschaftlichste Eigenschaft?

00:44:37: Ich stocke ein bisschen, weil ich das noch nie wirklich überlegt habe aber vielleicht bin ich ein bisschen impulsiv.

00:44:46: also ich stürze mich vielleicht gerne oder schnell in was rein ohne wirklich genau zu wissen ob es jetzt Sinn macht Hat bis jetzt ganz gut funktioniert, aber natürlich macht man auch große Fehler dadurch.

00:45:03: Und

00:45:03: wie kriegst du den Kopf wieder frei von Arbeit und Forschung?

00:45:07: Was machst du in deiner Freizeit?

00:45:09: Ich mache sehr gern Sport also das ist für mich ganz wichtig.

00:45:12: Das habe ich eigentlich immer gemacht Und ich lese sehr gern und lesen tue ich also vor allem romane.

00:45:20: Jonathan Franzen ist mit Sicherheit einer meiner Lieblings Schriftsteller.

00:45:24: Ich habe auch früher sehr, sehr gerne die Russen gelesen aber auch Geschichte.

00:45:29: Ich lese ja gerne Geschichte.

00:45:30: Also das ist eines meiner Hobbys.

00:45:32: Und natürlich die Kinder.

00:45:33: Ich verbringe sehr sehr gern Zeit mit den Kindern und sie sind noch jung genug dass man... wirklich zusammenspielen können und sparsam können.

00:45:40: Es spielt

00:45:41: auch Musik eine Rolle, also wenn du jetzt nur ein Album aussuchen müsstest für den Rest deines Lebens was wäre denn das?

00:45:48: Wahrscheinlich schon die Clash.

00:45:52: Da bist ja auch sehr Medien erprobt und viel gefragt jetzt immer wieder weil es ein interessantes Thema ist was du da beackerst und gibt's da irgendwie eine Frage die dir fast niemand stellt obwohl sie spannend wäre.

00:46:02: Jetzt wäre die Gelegenheit auch dazu.

00:46:05: Wieder eine Frage, die ich mir überhaupt nicht überlegt habe!

00:46:09: Das ist der Sinn und Zweck!

00:46:10: Genau ja... Also vielleicht auch was mich immer wieder beschäftigt?

00:46:15: Die Rolle der Wissenschaft in der Klimakrise.

00:46:18: Und da muss sich ganz brutal ehrlich sein und sagen Ich bin der Meinung dass Wie ich gesagt habe, es ist unglaublich wichtig die natürlichen Prozesse zu verstehen und besser vorhersagen zu können.

00:46:30: Aber es ist eine Krise und ein rein politisches Problem.

00:46:33: Wir können das lösen mit den Technologien, die wir haben.

00:46:38: Wir brauchen eigentlich nicht wirklich neue Wissenschafts.

00:46:41: Die brauchen bessere Technologin.

00:46:43: aber selbst die Technologinen sind in meiner Meinung nach genug um das wirklich zu lösen.

00:46:48: Das ist ein reinpolitisches Problem.

00:46:50: Dass man auch zuhört und entsprechend handelt.

00:46:52: Martin!

00:46:53: Vielen lieben Dank für das Gespräch.

00:46:55: Sehr gerne!

00:46:55: Vielleicht

00:47:06: ist das die wichtigste Erkenntnis aus diesem Gespräch?

00:47:09: Die Erde ist, wie Martin Paul sagt eigentlich ein mikrobierelles System.

00:47:13: Je mehr wir über Mikroorganismen lernen desto besser verstehen wir nicht nur unsere Umwelt sondern auch uns selbst und vielleicht sollten wir deshalb auch unseren Blick auf die Mikroben überdenken denn Selbstschmutz ist nicht immer etwas Schlechtes.

00:47:27: Abschließend noch ein Tipp für alle, die noch tiefer in diese faszinierende Materie eintauchen wollen.

00:47:32: Der Podcast Die Welt der Mikroben – The World of Microbes des FVF Excellence Clusters Microbiomes Drive Planetary Health nimmt euch auf Deutsch und Englisch mit auf eine Reise in die verborgenen Lebensräume der Mikroeganismen.

00:47:47: Den Link dazu findet ihr in den Show Notes.

00:47:50: Wir von Rudolfina dem Wissenschaftsmagazin der Universität Wien Wünschen euch schon jetzt einen schönen Sommer.

00:47:56: Vielleicht findet ihr zwischen einem Eis, einem Sprung ins Wasser oder einer Bergdur ja auch Zeit für eine Portion Wissenschaft denn neues zu entdecken kann genauso erfrischend sein!

00:48:06: In diesem Sinne sage ich bis bald und auf Wiederhören bei an der Quelle.

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